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Atelierhaus
Atelierhaus

Bruno Jakob – unsichtbare Bilder

«Alles Verborgene hat einen Ort, denn was nicht ist, 
kann nicht verborgen sein.»*



Bruno Jakob arbeitet im Juli und August 2014 im Gastatelier des Sitterwerks. Sein Medium ist die Malerei. Mit Gedanken, Energie, Licht, Luft und Wasser malt er unsichtbare Bilder, teils auf Papier, teils auf Leinwand, aber auch auf den Bildschirm seines Laptops oder in den Raum. Nun nutzt er das grosse Atelier des Sitterwerks mit einer Höhe von über sieben Metern, um an einer Skulptur zu arbeiten, die unsichtbar in der Mitte zu stehen kommt. "Air" und "invisible green" stehen neben anderen Utensilien in Döschen zum Malen bereit. Und Wasser aus der Sitter. Dieses ist Bestandteil seiner Farbpalette geworden. Bruno Jakob (*1954, Schweiz) bewegt sich im Raum, das Malen wird zur Performance. In der linken Hand hält er den Pinsel, in der rechten meist die Kamera, mit der er sich, den Raum und das Malen aufnimmt, die er aber vor allem als Erweiterung seines Auges benutzt. Das Objektiv verwendet er als Werkzeug zum Schauen, weil der Blick durch den Sucher das Sehen verändert. Für die Performances arbeitet Bruno Jakob seit über 20 Jahren mit dem Künstler und Musiker Hans Witschi zusammen.

Im September wird Bruno Jakob nach New York zurückkehren, wo der mit dem Ricola-Preis ausgezeichnete Künstler seit über 30 Jahren lebt. Er wird vertreten von der Zürcher Galerie Peter Kilchmann.

Offenes Atelier von Bruno Jakob und von Aglaia Konrad und

Willem Oorebeek
 fand statt am Dienstag, 26. August 2014, mit einer Filmvorführung von Aglaia Konrad («Concrete & Samples III Carrara»), einem Vortrag von Willem Oorebeek («Bild, oder») und einem Einblick in die Arbeitsweise von Bruno Jakob.

*Chris Bünter in: Bruno Jakob, The Touch (Forbidden Pictures)

Literatur in der Kunstbibliothek