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Kesselhaus Josephsohn
Galerie Felix Lehner AG
Kesselhaus Josephsohn
Galerie Felix Lehner AG

Josephsohn in Bergamo

05. Oktober 2018 bis 06. Januar 2019

Eröffnung: Donnerstag, 4. Oktober 2018, 19.00 Uhr

Die Galeria d’arte Moderna e Contemporanea di Bergamo GAMeC eröffnet im Herbst die Gruppenausstellung «Black Hole - Art and Materiality, from Informal to Invisible». Die Ausstellung bildet den Auftakt einer «Trilogy of Matter», welche die Kuratoren Lorenzo Giusti und Sara Fumagalli für das GAMeC entwickeln. Diese Ausstellungsreihe widmet sich der künstlerischen Reflexion des Begriffs von Materie und Materialität in verschiedenen Disziplinen wie philosophische Ontologie, Naturwissenschaften, Technik oder ästhetische Theorien.

Der Auftakt des Zyklus untersucht, wie sich unterschiedliche theoretische Ansätze, Materie als Substanz zu begreifen, in verschiedenen Positionen und Strömungen bildender Kunst niederschlagen.

Der philosophische Begriff der Materie als primärer Substanz, welche jeglicher Form vorgängig ist, findet eine Entsprechung in der Kunst des Informel und damit verwandten Positionen, welche die traditionellen und neuartige Materialien der Kunst aufgrund ihrer eigenen Wertigkeit und inneren Kraft verwenden, ohne sie in eine Form bringen zu müssen.

Wird Materie als die alles durchdringende Substanz des Universums verstanden, so gilt sie auch als bestimmend für die menschliche Natur. Diesem anthropologischen Ansatz entsprechen künstlerische Positionen, welche die menschliche Figur in erster Linie als materiellen Körper begreifen. Medardo Rosso, Alberto Giacometti und Hans Josephsohn sind in dieser Ausstellung Beispiele dafür. Aber auch William Tucker, welcher sich in der Entwicklung seiner Skulpturen vom ungeformten Material her an anthropomorphe Formen annähert.

Der Auffassung von substanzieller Materie in ihrer Transzendenz als energetische Dimension entspricht in der Kunst der Fokus auf unsichtbare Aspekte der Materie, zum Beispiel in der Bewegung der nuklearen Kunst, deren vorwiegend abstraktes Bildprogramm viel heftiger, eruptiver und ekstatischer ist als das zeitgleiche Informel.

Details auf der Webseite der Galerie d’Arte Moderna e Contemporanea die Bergamo GAMeC.