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Sitterwerk
Sitterwerk

Im Sitterwerk entstehen regelmässig Gönnereditionen. Deren Verkauf unterstützt die Umsetzung einer künstlerischen Arbeit. Die Objekte werden zertifiziert und signiert per Post verschickt. Mit dem Erwerb eines Objekts erhält man eine einjährige Mitgliedschaft des Gönnerkreises Sitterwerk.

Jubiläumsedition | Ueli TorglerYves Netzhammer | Mariana Castillo Deball

Anton Bruhin, Bronzeköpfe 2019

Anton Bruhin (*1949, lebt und arbeitet in Zürich) greift in seiner künstlerischen Arbeit auf eine breite Palette von Themen und Medien zurück. Sein Werk besteht aus Porträt- und Landschaftsmalerei, aus Palimpsest-Sammlungen, welche er als Bücher realisiert hat, aus Reliefs, die aus Lego-Bausteinen geschaffen sind, und aus ganz vielem anderem. Obschon er selbst heutzutage immer noch off-line ist, hat er sich schon sehr früh auch auf die Möglichkeiten künstlerischen Schaffens mithilfe von Computer-Programmen eingelassen.

Seit Jahrzehnten setzt sich Anton Bruhin in verschiedenen Serien und Techniken mit realistischen und archetypischen Formen der Darstellung von Köpfen und Gesichtern auseinander. 2019 entsteht in diesem Kontext eine grosse, noch offene Serie von «Köpfen aus Schaltafeln». Er lässt sich handelsübliche Beton-Schalungs-Tafeln mit ihrer charakteristischen Materialität und Farbigkeit im Baumarkt nach Stücklisten zuschneiden und fügt sie in seinem Atelier präzise zu verschiedenen Kopfdarstellungen zusammen. So lotet er in einem streng beschränkten Formen-Vokabular die Grenzen zwischen Figuration und Abstraktion menschlicher Darstellungen aus.

Für die Museumsnacht 2019 produzierte die Stiftung Sitterwerk für Anton Bruhin in der Kunstgiesserei St.Gallen AG einzelne Objekte aus dieser Serie als offenen Herdguss in Bronze.

Anton Bruhin
«Lachender», 2019
Bronzekopf
Nummer 2019.07.27
500 x 200 x 140 mm
Bronze massiv, Herdguss
Unikat
CHF 12'000.–

Anton Bruhin
«Quadratmaul», 2019
Bronzekopf
Nummer 2019.06.20
500 x 200 x 140 mm
Bronze massiv, Herdguss
Unikat
CHF 12'000.–

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Lena Henke, «Totem and Tabu», 2018

Lena Henke ist Bildhauerin und lebt in New York. Ende August 2017 hat sie ihr temporäres Studio im grossen Projektatelier des Sitterwerks bezogen und akribisch und in stetiger Verdichtung an der Konzeption ihrer Einzelausstellung in der Kunsthalle Zürich, («An Idea of Late German Sculpture; To the People of New York», 3.3.2018-13.5.2018) gearbeitet.

1982 in Warburg geboren hat Lena Henke 2004-2010 an der Städelschule in Frankfurt am Main studiert. Ihre skulpturalen Arbeiten sind aus unterschiedlichsten Materialien und bevorzugt als raumgreifende Installationen gedacht. Städte- und raumplanerische Theorien, Beziehungssysteme, aber auch wiederkehrende Formelemente wie Pferde- und Frauenkörper spielen dabei oftmals eine bestimmende Rolle.

Henke, Lena
Totem and Tabu, 2018
Porzellan 
Individuell farbig engobiert und glasiert
27 x 30 x 16 cm
Auflage von 12 (+ 2 AP) 
Nummeriert und signiert
CHF 3'500
Gemeinsame Edition der Kunsthalle Zürich mit der Kunstgiesserei St.Gallen

Nevin Aladağ, «Screen» 2017

Die Arbeit «Jali» der türkischen Künstlerin Nevin Aladağ wurde im Gastatelier des Sitterwerks produziert und war 2017 an der Documenta 14 ausgestellt. Zur Unterstützung des Projekts und des Sitterwerk wurde eine Edition von Keramikziegeln hergestellt, die im Sitterwerk erhältlich ist. 

Abgrenzen und Hineinlassen, Zeigen und Verbergen, Intimität und Zurschaustellung sind wichtige Themen in Nevin Aladağ Schaffen. In Zusammenarbeit mit der Kunstgiesserei SG entwickelte Aladağ licht- und sichtdurchlässigen Keramikziegel, die, in dezenten Pastelltönen glasiert, zu einer paravent-ähnlichen Wand aufgetürmt wurden und so während der Documenta eine filigrane und doch dezidierte und unüberwindbare Grenze durch das Landesmuseum in Kassel zogen. Die unterschiedlichen Tonelemente sind von marokkanischen, japanischen und europäischen Gitter- und Fensterornamenten inspiriert.

Nevin Aladağ
Screen, 2017
1 Ziegel, ca. 30 x 25 x 13 cm

Keramik glasiert
Edition von 40 

CHF 2000.- / pro Keramik-Ziegel

Besichtigung und Auswahl

Edition: Zehn Jahre Sitterwerk

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Stiftung Sitterwerk ist 2016 eine Edition mit ausgewählten limitierten und signierten Arbeiten erschienen. Um Revue passieren zu lassen, was hier vor sich ging – was produziert, gestaltet, geschrieben oder geträumt wurde, haben auf unsere Einladung hin zehn Künstlerinnen und Künstler, die dem Sitterwerk nahestehen, ein persönliches Werk beigesteuert.  

Der Erlös der Edition unterstützt die Stiftung Sitterwerk.  

Für ihre Arbeiten danken wir:
Mariana Castillo Deball
Katalin Deér
Silvie Defraoui
Peter Fischli und David Weiss
Aglaia Konrad / Willem Oorebeek
Jochen Lempert
Charlotte Moth
Shahryar Nashat
Miriam Sturzenegger
Ueli Torgler
weitere Informationen zu den Arbeiten

Die Edition liegt in einer Mappe (Format A4) vor und hat eine Auflage von 100 Exemplaren. Von dieser Auflage sind noch einige wenige Exemplare verfügbar. Jedes Blatt ist nummeriert und signiert. Die Jubiläumsedition kostet 1800 Franken und kann im Sitterwerk erworben werden.

Ueli Torgler, «Wurmgold», 2015

Seit September 2014 arbeitet der Gastkünstler Ueli Torgler an einem Versuchsgarten. Er modelliert aus grossen Mengen Lehm eine skulpturale Landschaft. Seine Arbeit bezieht äussere Einflüsse und die Gegebenheiten des Materials mit ein. So geben denn Witterung und die Veränderlichkeit des Materials den zeitlich ausgedehnten Erbauungsprozess vor. Aus dieser Arbeit heraus ist die Edition Wurmgold entstanden; gegossene goldene Wurmballen in Originalgrösse, erhältlich in Barrengold und in feuervergoldetem Messing. Mehr zum Lehmgarten

Multiple I
Ed. 5, Vollguss aus Barrengold
CHF 10'000.–

Multiple II
Ed. 50, Vollguss aus Messing feuervergoldet
CHF 1'000.–
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Yves Netzhammer, «Apfelstillleben», 2014

Die gegossenen Apfelstillleben von Yves Netzhammer sind Ausläufer der Ausseninstallation «Die Sprache spielt Zeit oder Fabelhaft war der Apfelsaft». Yves Netzhammer hat in einer grösseren Arbeit mit gegossenen Apfelbergen die Position der ehemaligen Mosterei in Affoltern am Albis nachgezeichnet. Aus der Produktion heraus sind im Direktausbrandverfahren die Apfelstillleben entstanden, die als Einzelapfel oder in Gruppen bis zu vier Äpfeln erhältlich sind.

Ed. 300, Vollguss in Aluminium
CHF 500.–
pro Apfel
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Mariana Castillo Deball, «Uncomfortable Objects», 2012

Die Künstlerin Mariana Castillo Deball war 2012 zu Gast im Sitterwerk, wo sie für die documenta 13 ein grösseres Werk in Stuckmarmor produzierte. In diesem Zusammenhang ist eine Reihe kleinerer Stuckmarmorunikate entstanden, welche als Gönneredition verkauft werden. Die Objekte mit dem Titel «Uncomfortable Objects» gehen zurück auf eine Formel des Mathematikers Felix Klein (1849–1925). Die letzten Unikate aus dieser Edition sind im Sitterwerk noch erhältlich.
Über die Künstlerin

20 Unikate, Stuckmarmor
Preis auf Anfrage