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Kesselhaus Josephsohn
Galerie Felix Lehner AG
Kesselhaus Josephsohn
Galerie Felix Lehner AG

Bildband «Kesselhaus Josephsohn»

Buchvernissage und Ausstellung von Handabzügen der Fotografien von Katalin Deér

24. Februar 2008 bis 05. April 2008

Im Rahmen der Josephsohn-Ausstellung im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt im Frühjahr 2008 wurde von Sitterwerk und MMK der Bildband «Kesselhaus Josephsohn» herausgegeben.

Zur Buchvernissage in der Kunstbibliothek wurden Handabzüge der Fotografien von Katalin Deér ausgestellt. In vier Vitrinen war für die folgenden Wochen das Material sichtbar, welches die Grundlage für die Abbildungen in der Publikation gebildet hatte. Aufnahmen der räumlichen Situation im Kesselhaus, von Plastiken, Lichtwechseln und Menschen belebt, bilden neben Abbildungen von einzelnen im Kesselhaus präsentierten Werken den Schwerpunkt der Bildfolgen im daraus entstandenen Bildband.

Die Publikation «Kesselhaus Josephsohn» ist somit nicht einfach eine Dokumentation dieses Werks oder bloss ein Ausstellungskatalog: Katalin Deér, ihrerseits ebenfalls bildende Künstlerin, hat sich in den letzten sechs Jahren mit ihrer Kamera im Kesselhaus Josephsohn in St.Gallen intensiv mit dessen Werk auseinandergesetzt. Die so entstandenen Bilder sind ein fotografisches Äquivalent von Josephsohns konsequenter Entwicklung einer unmittelbaren plastischen Sprache. Deérs Fotografien vermitteln einen präzisen Blick auf die Wirkung der Skulpturen im Raum und auf deren Wechselspiel untereinander: Auch in ihrer eigenen Arbeit als bildende Künstlerin arbeitet sie konsequent an den Grenzen zwischen bildlicher und plastischer Darstellung gebauter und geschaffener Strukturen in der dreidimensionalen Wirklichkeit.

Für die Publikation dieser Fotografien im Rahmen eines Buches hat der Grafiker István Scheibler zusammen mit Katalin Deér und Simone Pallecchi, welche für die Bildredaktion verantwortlich waren, eine anregende Bildfolge in eine klassisch-schlichte grafische Form eines Buches gebracht.

Die Aufnahmen von Katalin Deér sind im so entstandenen Buch eingebettet in kurze Textbeiträge, welche von Ulrich Meinherz redigiert wurden: Udo Kittelmann, Direktor am MMK, verfasste das Vorwort, die Kulturjournalistin Amine Haase eröffnet dem Leser in einem angeregten Gespräch mit dem Künstler einen unbefangenen Zugang auf dessen eigene Sicht seines Schaffens. Ulrich Meinherz spürt in einem Essay den inhaltlichen Bezügen in Josephsohns Werk nach. Ein Überblick über Bio- und Bibliografie von Hans Josephsohn ergänzt den Textteil, ein Abbildungsverzeichnis erlaubt die Identifikation der einzelnen Werke.