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Kesselhaus Josephsohn
Galerie Felix Lehner AG
Kesselhaus Josephsohn
Galerie Felix Lehner AG

Drei grosse Halbfiguren von Hans Josephsohn im Kunstmuseum St.Gallen

11. Dezember 2014 bis 15. Februar 2015

Das Kunstmuseum St.Gallen hat dieses Jahr von der Ortsgemeinde Straubenzell eine Arbeit aus der Werkgruppe der grossen Halbfiguren von Josephsohn geschenkt erhalten. Die 1995/96 entstandene Plastik wird zusammen mit zwei weiteren grossen Halbfiguren, die das Kunstmuseum bereits zu einem früheren Zeitpunkt erworben hat, vom 12. Dezember 2014 bis 15. Februar 2015 der Öffentlichkeit präsentiert. Den Anlass für die Schenkung gab die Fusion der Ortsgemeinde Straubenzell mit der Ortsbürgergemeinde St.Gallen. 

Die drei Halbfiguren hat Josephsohn im Zeitraum zwischen 1994 und 2003 geschaffen. Sie reihen sich in Josephsohns Werke von hohem Abstraktionsgrad ein, wie sie seit den späten 1980er Jahren entstanden sind. Neben den sogenannten Liegenden stellen die Halbfiguren eine zentrale Werkgruppe in seinem Spätwerk dar. Wie in sämtlichen Werken seit den 40er Jahren setzte sich Josephsohn auch in diesen drei Arbeiten bildhauerisch mit der menschlichen Figur auseinander, wobei der menschliche Körper sehr kompakt und fragmentarisch dargestellt ist: Der Kopf, welcher mehr als die Hälfte der Figur bestimmt, verschmilzt mit dem restlichen Körper zu einer Einheit. Während sich beim oberen Volumen Gesichtszüge ausmachen lassen, ist beim unteren nicht so klar erkennbar, dass es sich um den Oberkörper mit verschränkten Armen handelt. Anhand dieser drei Plastiken, alle in der Kunstgiesserei St.Gallen in Messing gegossen, lässt sich Josephsohns künstlerisches Interesse für Formen, Volumen und Proportionen gut nachvollziehen. 

Mit der Ausstellung im Kunstmuseum St.Gallen werden erstmals seit der Einzelpräsentation in der Buchhandlung am Rösslitor/Galerie an der Klostermauer von 1981 Plastiken von Josephsohn in einer St.Galler Kulturinstitution ausserhalb des Sitterwerks gezeigt. Die Halbfiguren werden im Foyer auf der ersten Etage des Kunstmuseums, das 1877 im neoklassizistischen Stil von Johann Christoph Kunkler erbaut wurde, ausgestellt. Die beiden früher angekauften Halbfiguren wurden während der letzten anderthalb Jahre der neu erbauten Fachhochschule St.Gallen ausgeliehen, wo sie ebenfalls in einer Eingangssituation zu sehen waren. Nach dem Ausstellungsende werden zwei der drei Halbfiguren, darunter auch die von der Ortsgemeinde Straubenzell gestiftete, wieder in der Fachhochschule gezeigt.

Ausstellung: 12. Dezember 2014 bis 15. Februar 2015, 
Kunstmuseum St. Gallen

Einladung als PDF

 
Presseartikel

Elisabeth Reisp
26. Januar 2015
Eine einzigartige Werkgruppe
St. Galler Tagblatt

1. Dezember 2014
Schenkungen fürs Kunstmuseum
St. Galler Tagblatt