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Kesselhaus Josephsohn
Galerie Felix Lehner AG
Kesselhaus Josephsohn
Galerie Felix Lehner AG

Hans Josephsohn – biografische Notiz

Hans Josephsohn wird im Mai 1920 im ostpreussischen Königsberg geboren. Hier durchläuft er die Grundschule und schliesst 1937 das Gymnasium ab. Im gleichen Jahr verlässt er seine deutsche Heimat mit einem kleinen Stipendium, um in Florenz Kunst zu studieren. Seiner jüdischen Abstammung wegen muss er Italien kurze Zeit später verlassen. Hans Josephsohn flieht in die Schweiz, wo er 1938 nach Zürich gelangt und Schüler des Bildhauers Otto Müller wird. 1943 bezieht er ein erstes eigenes Atelier und zeigt ab 1964 seine Werke in verschiedenen Einzelausstellungen, unter anderem in Zürich, Schaffhausen und Aarau. Er erwirbt 1964 das Schweizer Bürgerrecht. 1992 wird in Giornico im Tessin das Museum La Congiunta in einem Betonbau der Architekten Peter Märkli und Stefan Bellwalder eröffnet, wo seither rund 30 Plastiken Josephsohns ständig ausgestellt sind. Ende der 90er Jahre beginnt das Schaffen Hans Josephsohns das Interesse einer weiteren Öffentlichkeit zu erwecken. Das Stedelijk Museum in Amsterdam widmet dem Künstler 2002 eine grosse Einzelausstellung. 2003 erhält er den Kunstpreis der Stadt Zürich. Im selben Jahr wird das Kesselhaus Josephsohn in St.Gallen eröffnet, wo in ständigem Wandel Arbeiten von Josephsohn präsentiert werden. Darauf folgen verschiedene Einzel- und Gruppenausstellungen, unter anderem im Diözesanmuseum Kolumba in Köln (2005) und 2007 im Palais de Tokyo in Paris. 2008 richtet ihm das Museum für Moderne Kunst Frankfurt eine grosse Einzelausstellung aus. Ebenfalls 2008 findet in London bei Hauser & Wirth am Piccadilly eine grosse Ausstellung statt.
In New York wird 2009 an der Einzelpräsentation bei Hauser & Wirth an der Armory Show Josephsohns Werk erstmals einem breiten amerikanischen Publikum vorgestellt. In den Jahren seit 2000 wird Josephsohns Werk auch international immer mehr als entscheidender Beitrag zur bildenden Kunst betrachtet. Der Künstler starb im August 2012 in Zürich.


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