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Kunstbibliothek
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Die Kunstbibliothek Sitterwerk bei Herrmann Germann Contemporary, Zürich

«Echo Travel Echo Star»
Vera Ida Müller, Sebastian Utzni, Marina Schütz, Kunstbibliothek Sitterwerk

29. März 2014 bis 15. Mai 2014

Herrmann Germann Contemporary
Stationsstrasse 1, 8003 Zürich
Mittwoch – Freitag 14-18 Uhr
Samstag, 12-17 Uhr

In der Ausstellung «Echo Travel Echo Star» in der Galerie Herrmann Germann Contemporary, Zürich, treffen Arbeiten von Vera Ida Müller und Sebastian Utzni mit der Kunstbibliothek Sitterwerk im Dialog aufeinander. Die von Marina Schütz kuratierte Bibliothek präsentiert sich erstmals ausserhalb ihres Standorts als künstlerisch eigenständige Position in einer Ausstellung. Mit einer thematischen Auswahl an Büchern steht sie in Verbindung zu den gezeigten Arbeiten und stellt sie in neue Kontexte.

Vera Ida Müllers eigens für die Ausstellung geschaffene abstrakt-geometrische Gemälde, Zeichnungen und Drucke gehen auf einen gemeinsamen Prozess der Formbildung zurück. In Anlehnung an den Grundriss der Galerie, des Ausstellungskonzeptes und der spezifischen Ausstellungsarchitektur betonen die im Raum gesetzten Arbeiten unterschiedliche Aspekte der Auseinandersetzung und eröffnen verschiebende Perspektiven.

Sebastian Utznis aktuelle Werkserie spürt dem Phänomen Gerhard Richter nach. Während eines ganzen Jahres besuchte er möglichst viele der unzähligen Ausstellungen mit Richter-Beteiligung und erarbeitete sich so ein «Groupie-Archiv», das Ausstellungskataloge, Eintrittstickets und Reiseunterlagen enthält. Gedruckte Kopien von Richter-Werken in Originalformat und -material, von Utzni mit 1:1 Abbildern der zugehörigen Reiseunterlagen bemalt, fungieren als Malereien — gleichzeitig sind sie selbst ein Kommentar zur Malerei.

Die drei Positionen finden im Begriff der «Landschaft» zusammen, der metaphorisch als Aneignung des Gesehenen zu verstehen ist. Als thematisches Fundament für die Auswahl der Bücher, bezeichnet der Begriff weiter Strategien in der Praxis beider künstlerischer Positionen. Bei Utzni ist es die Bewegung durch Raum, Medien und Erzählungen, während sich bei Müller die Formen als landschaftliche Momente herausbilden. Die Ausstellung wird zur begehbaren Zeitinsel, die dazu einlädt, sich in die Bilder und Bücher zu vertiefen und auf eine Reise mit ungewissem Ausgang zu begeben. Die Bücher sind das dynamische Element, das «Hub» zwischen Werk und Betrachter mit immer neuen Kombinationsmöglichkeiten.

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