English
Kunstbibliothek
Daniel Rohner in der Kunstbibliothek im Sitterwerk.
Kunstbibliothek

Der Grundbestand der Bibliothek – rund 25 000 Bände zu Kunst, Architektur und deren Geschichte – ist durch leidenschaftliches Sammeln zusammengekommen. Daniel Rohner (1948–2007) hat über 45 Jahre hinweg die zeitgenössische Kunst aus nächster Nähe verfolgt und dabei eine Sammlung von Ausstellungskatalogen und Monografien angelegt.

Daniel Rohner kaufte seine ersten Bücher mit neun Jahren in London und Paris. Ob gute oder schlechte Zeiten – das Sammeln hat er immer mit der gleichen Intensität betrieben. Das Kompromisslose, das der Kunst-verpflichtet-Sein, das ihn stark auszeichnete, machte seine Sammeltätigkeit erst möglich. Er hat viel notiert, nächtelang hat er aus seinen Büchern abgeschrieben. Für ihn standen der Moment und die Intensität des Arbeitens im Zentrum. Seinen Bücherbestand hat er geordnet und wieder umgeordnet. Flächendeckend hat er Bücherauslagen gemacht: Auf allen Ablagen eines Raumes, selbst auf dem Boden, hat er Bücher ausgebreitet. Daniel Rohner machte Bücherzusammenstellungen, die sich alle paar Stunden wieder zu neuen Zusammenstellungen änderten. Diese assoziative Arbeitsweise, die Daniel Rohner pflegte, war beim Einrichten der Bibliothek massgebend. Die Eigenheit dieser Art des Büchersammelns prägt heute dank RFID-Technologie die Kunstbibliothek und das Werkstoffarchiv.

Aus der Sammlung von Felix Lehner ist ein grosser Bestand an Literatur zu Gusstechnik, Restaurierung und plastischer Kunst hinzugekommen. Mit ihren Sammlungen brachten Daniel Rohner und Felix Lehner, Inhaber und Gründer der Kunstgiesserei, eine wesentliche Substanz in die Stiftung Sitterwerk ein. So vereint werden die Sammlungen nun vom Sitterwerk laufend ergänzt.