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Werkstoffarchiv
Werkstoffarchiv

Alte Techniken – neue Ausdrucksformen: Ergebnisse des Stuck-Workshops der ETH

20. März 2015 bis 19. April 2015

Vom 16. bis 20. März fand im Sitterwerk eine Seminarwoche der ETH Zürich statt. Thema waren Stuckaturen. Bezug nehmend auf das Gipsprojekt im Werkstoffarchiv vertiefte die Professur von Annette Spiro, Departement Architektur, Stuckaturen als Ornament, untersuchte aber auch deren akustische und lichttechnische Funktionen. Stuck ist mehr als nur Dekoration, er definiert Zonen, betont und verbindet Bauteile. Diesen Aufgaben von Stuck gingen die Architekturstudierenden in der Seminarwoche nach. Die Ergebnisse sind bis 19. April nach Voranmeldung in einer Shedhalle im Sittertal zu besichtigen. Einen Einblick in die Seminarwoche geben Objekte und «Bibliozines», die ebenfalls bis 19. April im Werkstoffarchiv ausgestellt sind.

Im Rahmen des einwöchigen Kurses wurde für eine Shedhalle im Sittertal ein Raumkonzept mit Stuckaturen entwickelt und umgesetzt. Neben formalen Kriterien wurden auch solche für die Beschaffenheit von Stuck aufgestellt; mit Hilfe von eingeladenen Künstlern wurden neue Grundregeln erarbeitet. Aktuelle technische Mittel und ungewohnte räumliche Anforderungen boten das Potential für zeitgemässe Ausdrucksmöglichkeiten – unter Berücksichtigung der Essenz von Stuck. Material und Handwerk bildeten die Ausgangslage seiner Weiterentwicklung. Unter Anleitung von erfahrenen Stuckateurmeistern wurde den Teilnehmenden den Zugang zur Materie erleichtert. Das praktische Arbeiten ermöglichte den Studierenden, neben den omnipräsenten optischen Kriterien auch haptische und olfaktorische Eigenheiten des Stucks zu erfassen.

Erkenntnisse und Recherchematerial des fachübergreifenden Austausches fliessen in Form von Materialmustern und erarbeiteten «Bibliozines» in die Sammlungen des Werkstoffarchivs und der Bibliothek ein. Mit der öffentlichen Vernissage am Freitag, 20. März um 18 Uhr, fand die Woche ihren Abschluss.

Einladung