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Werkstoffarchiv
Werkstoffarchiv

Plastisches Wachs
Werkstattgespräch im Sitterwerk

19. September 2013 , 18.00

Gäste: Sabina Carraro, Moulagensammlung der Universität Zürich, Sibylle Obrecht und Emil Meier, Kunstgiesserei St Gallen

Moderation: Julia Lütolf, Werkstoffarchiv Sitterwerk

Im Vorfeld geführte Gespräche mit Schwester Gertrud, der Wachsnerin und Imkerin aus dem Kloster Notkersegg, ergänzen das Werkstattgespräch.

Wachs ist ein plastisches Material – verformbar und nachgiebig. Dies gilt im übertragenen Sinn auch für die Definition. «Wachs» ist ein technologischer Sammelbegriff, der anhand von gewissen Eigenschaften eine Materialgruppe umschreibt und damit für eine Fülle von Stoffen unterschiedlicher Herkunft, Anwendung und Zusammensetzung steht. Auch auf der chemischen Ebene lässt sich das Wachs leicht modifizieren und kann – wie auch in der Bearbeitung – fast beliebig umgeformt werden. Dieser wandelbare Charakter und die Gegebenheit, dass Wachs heute nur selten die Grundsubstanz einer Anwendung ist, prägt die Wahrnehmung des Materials. Oft ist dieses, zum Beispiel als Zusatz von Baustoffen oder als Hilfsmittel beim Wachsauschmelzverfahren nicht sichtbar; und tritt es als Kerze oder Skulptur dennoch deutlich in Erscheinung ist nicht leicht zu erkennen welcher Rohstoff dem Material zugrunde liegt.

Im Werkstattgespräch kommt das plastische Wachs in konkreten Formen zur Sprache. Vier Berufsleute berichten aus ihrem Blickwinkel über Rohstoffe, Zutaten und Werke. 

Werkstoffarchiv im Sitterwerk, Donnerstag, 19. September 2013,
18 Uhr, mit Barbetrieb