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Nutzung der Kunstbibliothek

Der Bestand von rund 30’000 Büchern steht den Benutzer*innen während den Öffnungszeiten der Präsenzbibliothek zur Verfügung. Aktuell sind 21’000 Bücher im Katalog des St.Galler Bibliotheksnetzes erfasst und jederzeit über den Sitterwerk-Katalog abrufbar. In einem Pilotprojekt wurde 2006 die räumliche Erschliessung durch eine bewegliche RFID-Leseautomatik realisiert. Das erlaubt eine permanente Inventur und damit eine dynamische Ordnung, in der die Bücher keinen festen Standort haben: Die Bibliotheksordnung kann sich den Benutzer*innen anpassen, welche themenspezifisch oder auch assoziativ Bücher in den Regalen zusammenstellen können. Die Ordnung wird so nicht zum Chaos, sondern zur Sammlung von persönlichen, thematisch geordneten Handapparaten. Eine Suche im Sitterwerk-Katalog informiert die Nutzer*innen über den aktuellen Standort eines Titels, und beim Nachsehen im Regal ergeben sich unerwartete, aber ebenso interessante serendipische Entdeckungen. Der Umgang mit alternativen Ordnungssystemen oder -ideologien ist im Sitterwerk zentral und wird immer wieder hinterfragt und weiterentwickelt.

Das Prinzip der dynamischen Ordnung wird im digitalen Katalog zusätzlich erweitert: Ein mit RFID-Antennen ausgestatteter Tisch, die Werkbank, erkennt die auf ihm liegenden Materialien und Bücher, und die Zusammenstellungen können digital dargestellt und abgespeichert werden. So ergeben sich wichtige Vernetzungen zwischen dem Werkstoffarchiv und der Kunstbibliothek. Die mit der Werkbank zusammengestellten Recherchen werden in der Datenbank dokumentiert, als virtuelle Auslage dargestellt und sind über die Suche im Sitterwerk-Katalog zu finden. Zusätzlich zur konventionellen Suche nach Autoren, Schlagwörtern etc. kann so auch nach dem Kontext eines Buches im Sitterwerk recherchiert werden: Welche Bücher stehen aktuell in der Umgebung des gesuchten Titels? In welchen Zusammenstellungen ist ein Buch schon von anderen Nutzer*innen verwendet worden? Durch die Abspeicherung und bildhafte Darstellung aller Zusammenstellungen aus beiden Sammlungen, Werkstoffarchiv und Kunstbibliothek, wird die Möglichkeit unerwarteter und doch spezifischer Entdeckungen in der Zeitachse erweitert.